Kommunikation auf den Punkt gebracht

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In der Lehrveranstaltung „Teamorganisation“ werden die Studierenden mittels Teamübungen herausgefordert, die Effektivität und Wirkung ihrer Kommunikation zu überprüfen. Das Beispiel der Pyramidenkonstruktion fokussiert darauf, dass eine Person aus dem Team den Auftrag erhält, diesen an ihr Team vermittelt und dafür sorgt, dass das Team zu einer möglichst erfolgreichen Umsetzung findet.

//. Alles beginnt mit einer sorgsamen Wahrnehmung

Die Herausforderung beginnt bereits beim Briefing der Auftragnehmerin bzw. des Auftragnehmers, also jener Person aus dem Team, welche alle nötigend Informationen über die Aufgabenstellung erhält. Ihr/Ihm wird das zu entwickelnde Produkt kurz gezeigt; d.h. das Teammitglied macht sich ein Bild, wie das Endprodukt auszusehen hat und kommuniziert anschließend dem eigenen Team den Auftrag.

//. Klarheit braucht den Einsatz aller

Unter Zeitdruck und in Konkurrenz zu anderen Teams kommt es darauf an, wie klar und vollständig vermittelt sie/er den Auftrag? Wie präzise fragen die TeamkollegInnen nach? Wie schafft es das Team in kürzester Zeit ein gemeinsames Verständnis über den Auftrag zu entwickeln?

Die Konstruktion erscheint in ihrer Bauweise einfacher als sie in Wirklichkeit ist. Ohne geometrische Grundkenntnisse und einem räumlichen Vorstellungsvermögen lässt sich die Pyramide nicht nachbauen. Welche Lösungsstrategien entwickelt das Team, wie trifft es Entscheidungen und wer sorgt für eine effiziente Umsetzung?

//. Herausforderung annehmen

Es kommt zu Fehlern, die Konstruktion will nicht gelingen und die anfängliche Motivation, gewinnen zu wollen, bröckelt, da ein Scheitern im Raum steht. Wie verhalten sich die einzelnen TeilnehmerInnen? Wer gibt auf, wer motiviert und versucht mit einer neuen Idee doch noch ans Ziel zu kommen? Was tun, wenn die Gruppe nebenan offenbar erfolgreicher ist und siegessicher ins Ziel steuert während man im eigenen Team noch immer um die richtigen Lösungen ringt?

//. Es gibt nur GewinnerInnen

Unabhängig wer über die erfolgreiche Umsetzung des Auftrages jubelt und wer am Ende der Übung etwas zerknirscht vor dem eigenen Ergebnis sitzt – gewonnen haben alle! Weil in den anschließenden Feedback- und Reflexionsschleifen die Studierenden erkennen können,

  • welche Aspekte für eine effektive Kommunikation wichtig sind,
  • welche Team-Rollen sie in der Übung eingenommen haben,
  • welchen Einfluss Lösungsfindungs- und Entscheidungsprozesse haben können,
  • wie die einzelnen Teams mit Fehlern und Scheitern umgehen und
  • welche Wirkung Zeitdruck und Konkurrenz auf Teamarbeit haben kann.

 

Autorin

Johanna Triendl

Dr. Johanna Triendl