Eco Design

Master-Studiengang: Eco Design

Kann Design die Welt verändern? Grundsätzlich ja, wenn sich Designer nicht zu Erfüllungsgehilfen von Marketingabteilungen machen lassen und die Produkte ständig oberflächlich verhübschen und mit neuen Etiketten und Botschaften zum Kaufen und damit zum Konsumieren verleiten. Die Produkte permanent verändern heißt immer mehr Ressourcen zu verbrauchen.

Die gestalterische Entscheidung ist gleichzeitig schon die Entscheidung über rund 80% der ökologischen Auswirkungen eines Produktes. Genau hier setzt Eco-Design an und stellt die Leit-Frage: Wie kann ein Produkt möglichst nachhaltig produziert werden? Eco-Designer wählen die umweltverträglichsten Materialen aus, konzipieren ressourcenschonende Verarbeitungsprozesse und weisen das Ausmaß der Umweltauswirkungen mit einer Öko- und Sozialbilanz aus.

In dem Studiengang werden Eco-DesignerInnen ausgebildet, die in der Lage sind im Unternehmen einen Eco-Design Prozess von der Produktinnovation bis zur Markteinführung zu steuern. Sie wählen die passenden Werkstoffe, optimieren die Produktionstechnik, erstellen Design-Entwürfe, analysieren die Umweltauswirkungen mit Öko-Bilanzen und bringen damit ein möglichst nachhaltiges und langlebiges Produkt auf den Markt. Eco-Designer eröffnen ein neues Berufsbild, das den AbsolventInnen hervorragende Jobaussichten geben kann.

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Curriculum
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Short-Facts

Master of Science in Natural Sciences (M.Sc.)
4 Semester

Berufsbegleitendes Studium
(Fr. und Sa. + Intensivwoche)

Facheinschlägiger Bachelor-Abschluss von Wirtschaft, Technik oder Naturwissenschaft mit 180 ECTS. Fehlende Voraussetzungen können an der Summer School nachgeholt werden.
120 ECTS
Studienbeginn im Wintersemester
(Mitte September)

//. Die Praxis steht klar im Vordergrund

Die Studierenden lernen in diesem Masterstudium alle wichtigen Aspekte der technisch/naturwissenschaftlichen Materialwirtschaft und Verfahrenstechnik kennen. Die Produktentwicklungsphasen Innovation, Design & Planung und Konstruktion behandeln die ökologische Produktentwicklung im Detail.

In den ersten drei Semestern gibt es jeweils ein betreutes Praxisprojekt, das sich mit konkreten Aufgabenstellungen des Eco-Designs beschäftigt. Nach Möglichkeit werden diese Projekte gemeinsam mit Kunden und Partnern in der Wirtschaft abgewickelt. Die Fachlektoren unterstützen die Studierenden im Praxisprojekt mit theoretischen Inputs, leiten zur Reflexion der eigenen Arbeit an und helfen mit der Beistellung von Erfahrungen aus den eigenen Projekten.

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Bedürfnisse sind hierarchisch geordnet.

Längstens seit Maslow wissen wir über die hierarchische Gliederung von Bedürfnissen Bescheid. Die Entwicklungspsychologie bestimmt damit die Prioritäten in der ökologischen Produktentwicklung. Essen, Kleidung und einen Platz zum Wohnen brauchen alle Menschen. Sind diese Grundbedürfnisse erst einmal gedeckt, wollen wir den Alltag durch Gebrauchs- und Luxusgüter vereinfachen und bereichern.

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Eco-Design deckt alle Lebensbereiche ab.

Bio-Lebensmittel aus regionaler nachhaltiger Produktion stellen das Fundament dar. Langlebige und trotzdem attraktive Bekleidung stellt die nächste Herausforderung dar; vor allem in einer Zeit, in der Bekleidung auf billigste Art und Weise und unter dramatischen menschenrechtlichen Aspekten in Schwellenländern produziert wird. Und danach sind es die täglichen Konsumgüter die in großer Masse und für eine kurze Lebenszeit hergestellt werden. Dies sind vor allem Elektro- und Elektronikprodukte der Informations- und Unterhaltungstechnologie, aber auch Küchengeräte und sonstige Haushaltsgeräte. Die größte Herausforderung an das Eco-Design sind sicher neue Wohn- und Verkehrskonzepte. Der Themenbogen dabei ist sehr breit und geht von natürlichen Baustoffen bis zu Antriebstechniken.

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Auch Dienstleistung wollen „designt“ werden.

Täglich nehmen wir eine Reihe von Dienstleistungen in Anspruch: Wir gehen zur Bank, bestellen Waren im Internet, lassen uns im Kosmetikstudio verschönern und beim Frisör die Haare in Form bringen. In der Freizeit besuchen wir Unterhaltungs- und Sporteinrichtungen. Und den Urlaub verbringen wir vielleicht sogar in einem anderen Land. Alle diese Leistungen haben Auswirkungen auf die Umwelt. Die Entwicklung nachhaltiger Dienstleistungen wird daher zu einer neuen Herausforderung.

//. Zusatzqualifikationen

  • Zusatzqualifikationen zum Master-Abschluss
  • Zertifizierung zum Umwelt- und Qualitätsbeauftragten und Abfallbeauftragten

 

Studiengangsleitung

Gerald Götz, MSc.

Studiengangs- & Fachbereichsleitung
Eco Design

studieninfo@amu.at
+43 (0) 74 16 / 53 000 – 333