Eco Design

Master-Studiengang: Eco Design

Beschränkte Ressourcenverfügbarkeit

Bereits über 7 Milliarden Menschen bewohnen unseren Planeten. Für 2050 sind 10 Milliarden prognostiziert. Alle diese Menschen wollen Essen, Kleidung, Wohnen, Konsum- und Luxusgüter. Und sie wollen sich frei bewegen. Die Entwicklungs- und Schwellenländer wollen denselben Lebensstandard, den wir in den industrialisierten Ländern als selbstverständlich erachten. Das wird nur möglich sein, wenn wir jetzt beginnen nachhaltig zu wirtschaften. Viele Ressourcen sind beschränkt und stehen nicht mehr ausreichend zur Verfügung, um alle Bedürfnisse zu befriedigen. Wir müssen daher schnell lernen, mit erneuerbaren Ressourcen neue Produkte zu entwickeln.

Das derzeitige Paradigma eines Wachstums ohne Grenzen auf der Grundlage der Umwandlung von natürlichen Ressourcen in Produkte und damit einer Umwandlung zu Kapital ist nach wie vor in den westlichen Gesellschaften stark verankert. Allerdings zeigen sich auch die Grenzen des Wachstumsmodells.

Es darf als sehr wahrscheinlich angenommen werden, dass der nächste große Innovationszyklus Nachhaltigkeitsthemen wie zum Beispiel Ressourcen- produktivität, Öko-Design und erneuerbare Energien im Zentrum hat.

Diese Hypothese lässt sich auf Basis der ständig steigenden Weltbevölkerung bei gleichzeitiger Abnahme der Verfügbarkeit nicht erneuerbarer Ressourcen gut begründen. Daher sind neue Wege zu suchen, den steigenden Bedarf an Lebensmitteln, Wohnraum und die großen Mengen von Gebrauchsgütern und Dienstleistungen möglichst ressourcenschonend gerecht zu werden. Eco- Design wird dabei einen zentralen Aspekt darstellen.

Die Hauptzielsetzung von Eco-Design ist daher die (Re-)Konzeption von möglichst umwelt- und sozialverträglichen Produkten, die am Markt als nachhaltig differenziert wahrgenommen werden und damit einen Wettbewerbsvorteil darstellen.

Quick-Links

Praxis-Perspektive

Interview mit Silke Neuhauser

Short-Facts

Master of Science in Natural Sciences, MSc
120
4 Semester
Deutsch & teilweise Englisch
Mitte September
Campus Wieselburg und teilweise Campus Wr. Neustadt

//. Die Praxis steht klar im Vordergrund

Die Studierenden lernen in diesem Masterstudium alle wichtigen Aspekte der technisch/naturwissenschaftlichen Materialwirtschaft und Verfahrenstechnik kennen. Die Produktentwicklungsphasen Innovation, Design & Planung und Konstruktion behandeln die ökologische Produktentwicklung im Detail.

In den ersten drei Semestern gibt es jeweils ein betreutes Praxisprojekt, das sich mit konkreten Aufgabenstellungen des Eco-Designs beschäftigt. Nach Möglichkeit werden diese Projekte gemeinsam mit Kunden und Partnern in der Wirtschaft abgewickelt. Die Fachlektoren unterstützen die Studierenden im Praxisprojekt mit theoretischen Inputs, leiten zur Reflexion der eigenen Arbeit an und helfen mit der Beistellung von Erfahrungen aus den eigenen Projekten.

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Bedürfnisse sind hierarchisch geordnet.

Längstens seit Maslow wissen wir über die hierarchische Gliederung von Bedürfnissen Bescheid. Die Entwicklungspsychologie bestimmt damit die Prioritäten in der ökologischen Produktentwicklung. Essen, Kleidung und einen Platz zum Wohnen brauchen alle Menschen. Sind diese Grundbedürfnisse erst einmal gedeckt, wollen wir den Alltag durch Gebrauchs- und Luxusgüter vereinfachen und bereichern.

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Eco-Design deckt alle Lebensbereiche ab.

Bio-Lebensmittel aus regionaler nachhaltiger Produktion stellen das Fundament dar. Langlebige und trotzdem attraktive Bekleidung stellt die nächste Herausforderung dar; vor allem in einer Zeit, in der Bekleidung auf billigste Art und Weise und unter dramatischen menschenrechtlichen Aspekten in Schwellenländern produziert wird. Und danach sind es die täglichen Konsumgüter die in großer Masse und für eine kurze Lebenszeit hergestellt werden. Dies sind vor allem Elektro- und Elektronikprodukte der Informations- und Unterhaltungstechnologie, aber auch Küchengeräte und sonstige Haushaltsgeräte. Die größte Herausforderung an das Eco-Design sind sicher neue Wohn- und Verkehrskonzepte. Der Themenbogen dabei ist sehr breit und geht von natürlichen Baustoffen bis zu Antriebstechniken.

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Auch Dienstleistung wollen „designt“ werden.

Täglich nehmen wir eine Reihe von Dienstleistungen in Anspruch: Wir gehen zur Bank, bestellen Waren im Internet, lassen uns im Kosmetikstudio verschönern und beim Frisör die Haare in Form bringen. In der Freizeit besuchen wir Unterhaltungs- und Sporteinrichtungen. Und den Urlaub verbringen wir vielleicht sogar in einem anderen Land. Alle diese Leistungen haben Auswirkungen auf die Umwelt. Die Entwicklung nachhaltiger Dienstleistungen wird daher zu einer neuen Herausforderung.

//. Zusatzqualifikationen

  • Zusatzqualifikationen zum Master-Abschluss
  • Zertifizierung zum Umwelt- und Qualitätsbeauftragten und Abfallbeauftragten

Studiengangsleitung

Gerald Götz, MSc.

Studiengangs- & Fachbereichsleitung
Eco Design

+43 (0) 74 16 | 53 000 – 370
gerald.goetz@amu.at